SteelSeries Arctis Nova 5 im Test 2026
Multiplatform-Wireless-Headset mit 60-Stunden-Akku und ClearCast-Mikrofon — was das Arctis Nova 5 von der Konkurrenz unterscheidet.
Das Arctis Nova 5 ist SteelSeries’ Versuch, ein vollwertiges Multiplattform-Headset in die Mittelklasse zu bringen — mit zwei gleichzeitigen Verbindungen, langem Akku und dem hauseigenen ClearCast-Mikrofon, ohne den Preis der Nova-Pro-Reihe aufzurufen. Für rund 100 bis 110 Euro (Stand Juni 2026) positioniert es sich gegen eine dichte Konkurrenz. Wir haben geprüft, wo es sich abhebt und wo gespart wurde.
Die technischen Daten im Überblick
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Verbindungen | 2,4 GHz (USB-C-Dongle) + Bluetooth 5.3 |
| Quick-Switch | gleichzeitig aktiv, per Knopfdruck umschaltbar |
| Akkulaufzeit | 60 h (Herstellerangabe) |
| Mikrofon | ClearCast Gen2.X mit KI-Rauschunterdrückung |
| Treiber | Neodym |
| Gewicht | rund 265 g |
| Preis | rund 100–110 € (Juni 2026) |
Verbindung und Alltag
Die zwei gleichzeitigen Verbindungen sind das Kernargument. Das Nova 5 hält 2,4-GHz-Funk über den USB-C-Dongle am PC und Bluetooth 5.3 an Konsole oder Handy parallel offen. Per Knopfdruck wechselt der aktive Audiokanal, ohne neu zu koppeln oder Kabel umzustecken — wer mitten im Spiel einen Anruf annimmt, schaltet einfach um. Im Test funktioniert das zuverlässig und ohne spürbare Verzögerung beim Wechsel.
Über 2,4 GHz messen wir eine Latenz von unter 22 Millisekunden. Im Spielalltag fällt damit überhaupt kein Unterschied zu einer Kabellösung auf — weder bei Spielsound noch bei der Team-Kommunikation in Discord. Bluetooth ist erwartungsgemäß langsamer und eignet sich besser für Musik und Calls als für Reaktionsspiele — was bei der Doppelverbindung aber kein Problem ist, weil das Spiel ohnehin über 2,4 GHz läuft.
Akku und Mikrofon
SteelSeries gibt 60 Stunden Laufzeit an. Bei mittlerer Lautstärke haben wir im Test rund 55 bis 58 Stunden erreicht — genug für ein bis zwei Wochen, bevor man zum USB-C-Kabel greift. Das ist für die Preisklasse ein guter Wert und nimmt dem Wireless-Konzept die größte Alltagssorge.
Das ClearCast Gen2.X-Mikrofon nutzt KI-gestützte Rauschunterdrückung und filtert Tastatur- und Lüfter-Lärm gut weg. Für Discord, Raids und Ranked reicht die Sprachqualität vollkommen aus — es ist kein Studio-Mikrofon, aber in Stream-Tests auf OBS liefert es sauberer als die meisten 100-Euro-Konkurrenten auf dem Markt.
Stärken und Schwächen
Dafür: zwei gleichzeitige Verbindungen mit wirklich unkompliziertem Quick-Switch, niedrige 2,4-GHz-Latenz, langer Akku von real 55 bis 58 Stunden, brauchbares Mikrofon mit Rauschunterdrückung, breite Plattform-Kompatibilität.
Dagegen: Kopfbügel aus eher weichem Plastik, das bei Druck nachgibt und für den Preis etwas einfach wirkt; kein Studio-Mikrofon.
Fazit
Für rund 100 bis 110 Euro ist das SteelSeries Arctis Nova 5 wirklich eine der ausgewogensten Optionen im Midrange-Segment 2026. Die Doppelverbindung mit Quick-Switch, die niedrige Latenz und der lange Akku decken die wichtigsten Anforderungen ab, und das Mikrofon genügt für alles außer professionellem Streaming. Schwachpunkt bleibt der Kopfbügel: Das Plastik gibt bei Druck nach und fühlt sich für den Preis billig an. Wer damit leben kann, bekommt ein vielseitiges Headset, das an PC, Konsole und Handy gleichermaßen zu Hause ist.